Samstag, 15. Oktober 2016

CSU-Fraktion beeindruckt von Projekt Erdgeschichte Oberpfalz-Westböhmen


Von: Werner Schulz

Vor knapp einem halben Jahr wurde der geologisch-geschichtliche Lehrpfad Massenricht fertiggestellt. Was es mit dem 4,5 Kilometer langen Wanderweg genau auf sich hat, darüber informierte sich eine CSU-Delegation bei einem Ortstermin. V. l.: Stellv. Ortsvorsitzender Martin Merkl, CSU-Fraktion-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger, Bürgermeister Hermann Falk, die Stadträte Hermann Gebhard, Josef Luber, Christian Gnan, Birgit Birner und Kerstin Ackermann, Josef Kohl und Stadtrat Franz Birner.

Vor knapp einem halben Jahr wurde der geologisch-geschichtliche Lehrpfad Massenricht fertiggestellt. Was es mit dem 4,5 Kilometer langen Wanderweg genau auf sich hat, darüber informierten sich Bürgermeister Hermann Falk und die Mitglieder der CSU-Stadtratsfraktion bei einem Ortstermin an seinem Ausgangspunkt, dem Parkplatz bei der Rödlashütte.

Angeregt hatte ihn Fraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger. Mit Josef Kohl vom OWV-Zweigverein Massenricht stand den CSU’lern ein Informationspartner zur Verfügung, der sich wie kaum ein Zweiter für das Projekt engagiert hat. Auf die Frage nach seinem zeitlichen Aufwand räumte er freimütig ein: „Es war ein „Fulltime-Job“. Wenn er das Ergebnis sehe, habe sich sein Einsatz gelohnt. Er zeigte sich erfreut über das Interesse der CSU-Delegation. Es sei ihm ein Anliegen, das Projekt noch mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Der Lehrpfad sei Bestandteil des Projektes „Expedition Erdgeschichte Oberpfalz-Westböhmen“, das von Dr. Helmut Wolf, dem ehemaligen Leiter des Bergbau- und Industriemuseums Theuern, angestoßen wurde. Weitere Lehrpfade dieser Art seien in Freihung und im tschechischen Planá in Zusammenarbeit zwischen dem dortigen Museumsverein und dem OWV Massenricht geschaffen worden. Für den mehr als 300 000 Euro teuren bayerischen Projektteil habe man 70 Prozent Zuschuss aus Mitteln des Ziel 3-Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Freistaat Bayern-Tschechische Republik erhalten. Dankbar erwähnte Kohl die 20 000-Euro-Finanzspritze der Stadt Hirschau. Die Region zwischen Massenricht und Freihung liege im Oberpfälzer Bruchschollenland, das von zahlreichen geologischen Störungen durchzogen ist. Es sei von einer geologischen Vielfalt geprägt, die ihresgleichen sucht. Projektziel sei es, die vielfältigen geologischen Bedingungen und die Bergbautätigkeit zu dokumentieren und auf Infotafeln in deutscher, tschechischer und englischer Sprache der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Josef Kohls verständlicher Wunsch war es, dass sich möglichst viele Besucher für den Lehr- und Wanderweg interessieren. Als die Rödlashütte noch bewirtschaftet wurde, seien die Besucherzahlen sehr gut gewesen. Seit deren Schließung seien sie rückläufig. Nach seiner Meinung würde sich der geologische Lehrpfad um Massenricht auch für Schülerausflüge bzw. Wandertage gut eignen. Dafür sollte stärker geworben werden. Es wäre eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Schülern die Geschichte und geologische Wandlung ihrer Heimat näher zu bringen. Um das Ganze für junge Leute noch interessanter zu machen, wäre es ein interessanter Ansatzpunkt, weitere Themen als Schülerprojekte erarbeiten zu lassen und in einen Wanderweg rund um Hirschau einzubinden. Er selbst würde sich gerne mit einbringen. Bürgermeister Falk und die CSU-Stadtratsmitglieder erhielten als Danke für ihr Interesse einen Satz der aktuellen Wanderkarten. Kopien davon, so Kohl, werden dankenswerter Weise interessierten Wanderern von der Stadt zur Verfügung gestellt. Ferner wies er darauf hin, dass der OWV Wandertafeln in Massenricht, Hirschau, Freihung, Kohlberg und Schnaittenbach aufgestellt hat. Kostenlose Kartenblätter mit hilfreichen Informationen liegen an der Rödlashütte und in den Rathäusern in Hirschau und Freihung auf. Außerdem können Wanderkarten unter www.massenricht.de/wandern in der Rubrik Freizeit heruntergeladen werden. Auf der obersten Plattform des Aussichtsturms, dessen Sanierung mit zum Erdgeschichte-Projekt gehörte, biete ein Panoramabild Orientierungshilfe. Bei klarer Sicht reiche der Rundblick bis zu 60 Kilometer. Großes Lob zollte Kohl dem Streckenwart der Hirschauer Wanderfreunde Michael Flierl. Er hat auf Anregung des OWV den Hirschauer Turmweg mit dem Freizeitpark Monte Kaolino verbunden. Nun besteht eine durchgehende Wanderstrecke vom VGN Bahnhof Freihung zum VGN Bahnhof Amberg. Es biete sich an, den Hirschauer Turmweg zu einem Themenweg umzugestalten. Eine Liste mit möglichen Themen wurde an Bürgermeister Falk übergeben. Dieser und Fraktions-Chef Dr. Schönberger zollten Josef Kohl und allen, die am Erdgeschichte-Projekt mitgearbeitet haben, hohe Anerkennung für das gezeigte Engagement. Das Projekt sei eine wertvolle Bereicherung für das touristische Angebot in der Stadt Hirschau.


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