Sonntag, 22. März 2015

Weiherer fordern Leitplanken an der AS 18 entlang der AKW-Grube


Wie Bürgermeister Hermann Falk machte auch CSU-Stadtratsfraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger deutlich, dass die CSU weiterhin großen Wert auf eine solide Haushaltspolitik legt.

Die Einwohner aus Weiher und Kricklhof wollen sich nicht damit abfinden, dass die Kreisstraße AS 18 im Bereich der AKW-Kaolingrube auf der Ostseite nicht durch Leitplanken gesichert wird. Unmissverständlich deutlich machten sie dies beim CSU-Bürgergespräch im Gasthaus Schadl. Grundsätzlich standen vor allem lokale Themen im Mittelpunkt der von der Ortsvorsitzenden Birgit Birner geleiteten Veranstaltung.

So sind die Weiherer der Meinung, dass die holperige südliche Ortseinfahrt dringend saniert und neu geteert wird. Darüber hinaus wäre es wünschenswert ab der Kreisstraßenabzweigung bis zum Ortseingang beim Forsthaus parallel zur Straße einen Geh- und Radweg anzulegen. Um die Übersicht bei der Einmündung zu verbessern, sollten einige sichtbehindernde Sträucher zurückgeschnitten werden, die in Richtung Monte Kaolino entlang des bestehenden Geh- und Radwegs stehen. Auf der Wunschliste der Einwohner stand zudem, das Brüstungsgeländer bei der Fensterbachbrücke zwischen der Filialkirche Mariä Opferung und dem Anwesen Wendl fertigzustellen. In Sachen Leitplanken bei der AKW-Grube sahen die Anwesenden den Landkreis gefordert. Auf der östlichen Seite der AS 18 gehe es ca. fünf Meter neben dem Straßenrand an die dreißig Meter senkrecht in den Abgrund. Der vorhandene Maschendrahtzaun biete keinen Schutz. Erinnert wurde daran, dass ursprünglich zwischen der Fahrbahn und der Grube noch ein breiter Grünstreifen und die alte Straßentrasse gelegen hatten. Die Firma AKW habe diesen Bereich im Laufe der Jahre abgebaut und sei so mit dem Grubenrand immer näher an die Kreisstraße herangerückt. Es sei allerhöchste Zeit, dass der Landkreis als Straßenbaulastträger auf die geänderte Situation reagiert. „Oder muss erst ein tödlicher Unfall passieren, bis etwas gemacht wird?“

Positiv äußerten sich die Anwesenden über die Parkplatzsituation in der Innenstadt. Die senkrecht zur Hauptstraße angeordneten Parkplätze würden gut angenommen. Das Parken würde auch ohne zusätzliche Markierungen gut funktionieren. Einig war man sich auch darin, dass im neu gestalteten Kreuzungsbereich der Ehenfelder-, Kohlberger-, Mühl- und Josefstraße die Vorfahrtsregelung beibehalten werden sollte. Die Einstellung des Spiegels bedürfe allerdings einer Korrektur.

Bürgermeister Hermann Falk und CSU-Stadtratsfraktionssprecher Dr. Hans-Jürgen Schönberger zeigten in ihren Ausführungen eine Fülle von Aufgaben auf, die die Stadt in den kommenden Jahren bewältigen muss. Im Rahmen der Altstadtsanierung stünden die Sanierung der Kloster- und Postgasse auf der Agenda, außerdem der Abschnitt der Georg-Schiffer-Straße von der Apotheke bis zur Bundesstraße 14. Ein vordringliches und sicher finanziell aufwändiges Projekt sei die Sanierung des Schulkomplexes. Der Stadtrat müsse sich in naher Zukunft auch mit der Zukunft des stadteigenen Josefshauses befassen. Geld müsse man ebenso für den Ankauf von Grundstücken im südöstlichen Stadtgraben in die Hand nehmen, um dort den Bau eines neuen Einkaufsmarktes realisieren zu können. Aus Sicht der CSU-Fraktion, so Dr. Schönberger, müsse man bei allen Maßnahmen weiterhin die Finanzierbarkeit im Auge behalten. Es gelte stets zu überlegen, welche Investitionen man komplett tätigen könne bzw. in Abschnitten realisieren müsse. Die Stadt müsse an ihrer soliden Haushaltspolitik festhalten.