Montag, 23. März 2015

Beim CSU-Bürgergespräch lokale Themen diskutiert


Von: Werner Schulz

Die Bürgerinnen und Bürger aus Steiningloh und Urspring hatten einiges am Herzen beim „Bürgergespräch“, zu dem die CSU in das Gemeinschaftshaus eingeladen hatte. Die Zukunft des Pongratz-Anwesens, die Sanierung der Dorfkapelle und die schon lange geforderte Ausweisung eines Neubaugebietes waren genauso Thema wie der Sachstand in Sachen Radweg nach Amberg oder die Dorferneuerung.

Nach der Begrüßung durch die Ortsvorsitzende Birgit Birner gewährten Bürgermeister Hermann Falk und der CSU-Stadtratsfraktionsvorsitzende Dr. Hans-Jürgen Schönberger einen Einblick in zentrale Themen der Stadtpolitik. Beide waren überzeugt, dass die Großprojekte Altstadtsanierung, Ausbau der Kreisstraße AS 18 im Friedhofsbereich verbunden mit der Anlage von Parkplätzen und einer neuen Erschließungsstraße für den Kellerweg auf jeden Fall abgeschlossen werden. In der Innenstadt stehe die Neugestaltung der Flächen um das Rathaus und um die Kreissparkasse an. Letzter Bauabschnitt sei die nördliche Hauptstraße. Nach Dr. Schönbergers Meinung sollte in diesem Zusammenhang ein Gesamtkonzept für den Bischof-Bösl-Platz erarbeitet werden. Wie Bürgermeister Falk berichtete, seien 2014 eine ganze Reihe von Ortsstraßen saniert worden, z.B. in Krondorf, Burgstall und zur Hölzlmühle, ebenso der Verbindungsweg von der Klaus-Conrad-Straße zur Staatsstraße 2238. Ein wichtiges und sicher nicht billiges Projekt werde die Generalsanierung des Schulhauses sein. Beim Thema Stadtfinanzen vertraten Bürgermeister Falk Dr. Schönberger übereinstimmend die Meinung, dass man 2015 nicht ohne Kreditaufnahme auskommen werde.

Einigkeit bei den Anwesenden wie Kommunalpolitikern herrschte darin, dass die 1911 erbaute Dorfkapelle, die in der Denkmalliste des Landkreises geführt wird, angesichts der Bauschäden dringend saniert werden müsste. Seitens des Denkmalschutzes sei Zustimmung signalisiert worden. In der Haushaltsplanung, so Dr. Schönberger, sei ein Betrag vorgesehen. Um einen Förderantrag stellen zu können, bedürfe es einer Kostenermittlung durch einen Architekten. Die Steiningloher beklagten den schlechten Zustand des Radweges im Bereich Siedlung Steiningloh nach Immenstetten. Es müsste dringend feines Material aufgetragen, am besten geteert werden. Nach Aussage von Bürgermeister Falk soll heuer mit dem Radwegbau von Immenstetten zum Industriegebiet begonnen werden. Mit den Behörden müssten weitere Gespräche geführt werden mit dem Ziel, einen Teilabschnitt von der Einmündung Krondorf in Richtung Urspring auszubauen. Grundsätzlich erfolge eine Förderung von Radwegen nur entlang von Bundes- bzw. Staatsstraßen. Kritik äußerten die Einwohner daran, dass auf der Staatsstraße die Zone mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h verkürzt wurde. Das Überqueren der Kreuzung Dorf-Siedlung sei dadurch wieder gefährlicher geworden. Beklagt wurde auch das Parkverhalten entlang der Kreisstraße innerhalb der Ortschaft, wenn im Gemeinschaftshaus größere Veranstaltungen stattfinden. Grundsätzlich, so die allgemeine Meinung sollten Hinweisschilder zum Gemeinschafts- bzw. Feuerwehrhaus und Park- bzw. Parkverbotsschilder angebracht werden. Angesprochen wurde auch das Hausnummernchaos in der Siedlung. Hilfreich wären größere und dadurch auch bei Dunkelheit leichter erkennbare Schilder. Ein Dauerthema bleibt die Ausweisung eines Neubaugebietes in Steiningloh. Die Realisierung des Vorhabens sei schwierig. Als Gegenargumente würden von den Behörden Lärmschutzbestimmungen, der Erhalt des Dorfcharakters und eine Zersiedelung des Ortes ins Feld geführt. Dran geblieben ist Bürgermeister Falk in Sachen Dorferneuerung. Im Moment laufe die Planung für das Hochwasserschutzkonzept. Das Amt für Ländliche Entwicklung habe ihm zugesagt, die Thematik voranzutreiben. In den nächsten Wochen mit den Grundstückseigentümern ein Anhörungstermin stattfinden. Keine neuen Erkenntnisse konnte Falk zum Thema Abbruch des Pongratzanwesens präsentieren. Der Antrag auf Abbruch sei gestellt. Sollte er abgelehnt werden, müsste eine neue Kostenermittlung für den Erhalt erarbeitet und ein neuer Antrag auf Förderung gestellt werden. Einige Wünsche hatten auch die Urspringer Versammlungsteilnehmer vorzubringen. So müssten diverse Gräben ausgeräumt und vor allem die Quelle gesäubert werden. Der Spielplatz sollte wieder eine Schaukel erhalten, nachdem die alte abgebaut wurde. Nochmals geprüft werden sollte die Anbringung von Abbiegehinweisen „Urspring“ an der Staatsstraße 2238 sowohl von Amberg wie von Hirschau kommend.