Donnerstag, 25. September 2014

Adventure-Golfanlage bereichert Freizeitpark Monte Kaolino


Von: Werner Schulz

Die Mitglieder der CSU-Fraktion und Bürgermeister Hermann Falk informierten sich vor Ort über den neuen Adventure-Golfplatz am Fuße des Monte Kaolino und nutzten die Gelegenheit mit Monte-GmbH-Geschäftsführer Christian Reil die gesamte Situation der Freizeitanlage zu erörtern. V. l.: 3. Bürgermeister Peter Leitsoni, Christian Reil, die Stadträte Josef Luber, Franz Birner, Bärbel Birner, Kerstin Ackermann und Christian Gnan, Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Jürgen Schönberger, 1. Bürgermeister Hermann Falk und Stadträtin Birgit Birner.

Der Freizeitpark Monte Kaolino ist um eine Attraktion reicher. Als absolute Neuheit gibt es am Fuße des Sandriesen einen in den Berg integrierten mobilen Adventure-Golfplatz mit 18 mit Quarzsand aufgefüllte Spielbahnen aus Kunstrasen. Finanziert wurde die rund 300 000 Euro teure Anlage von der „Monte Kaolino GmbH“, gebaut von der Firma „Tourgreen“. Dass die in dieser Form in der Oberpfalz einzigartige Anlage eine echte Bereicherung für den Freizeitpark darstellt, davon überzeugten sich die Mitglieder der CSU-Stadtratsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Dr. Hans-Jürgen Schönberger und Bürgermeister Hermann Falk vor Ort. Als kompetenter Informationspartner stand den CSU‘lern der ehrenamtliche Geschäftsführer der „Monte Kaolino GmbH“ Christian Reil zur Verfügung.

Er berichtete, dass der Start des Bauvorhabens etwas holprig verlaufen sei und sich die Fertigstellung verzögert habe. Ursprünglich hätte die Anlage schon Ende der Pfingstferien fertig sein sollen. Nach Genehmigung des Bauantrages seien noch Finanzierungsgespräche zu führen gewesen. Außerdem habe es gegolten, die künftige Rechtsform sowie weitere organisatorische Fragen zu klären. Der „Monte Kaolino GmbH“ seien zwei Angebote namhafter Firmen vorgelegen. Bei deren Prüfung seien doch Qualitätsunterschiede offenbar geworden. Auf Empfehlung der österreichischen Firma „Input“ habe man die Firma „Tourgreen“ mit der Bauausführung beauftragt. Im Laufe der Bauarbeiten habe sich gezeigt, dass man eine richtige Entscheidung getroffen habe. Auftretende Probleme, wie z.B. die Errichtung der Stützwände, die in ihrer aufgelockerten und strukturierten Form ein gutes Erscheinungsbild abgeben, seien bestens gelöst worden. Optimal gelungen seien die Abtreppungen und Winkelstützen. Sie mussten wegen der Unantastbarkeit des Bergfußes eingebaut werden . Insgesamt könne man von einer gelungenen Modellation des Geländes sowie einer ansprechenden und interessanten Gestaltung der Spielbahnen sprechen. Optimal sei die Zusammenarbeit mit den heimischen Firmen AKW und Gebrüder Dorfner gewesen. Letztere habe den grünen und schwarzen Koloritsand geliefert. Auf dem Quarzsand rolle der Golfball hervorragend. Im Gegensatz zu Minigolfanlagen, wie sie früher auch am Monte existierte, seien in den Adventure-Golfplatz größere natürliche Hindernisse wie z.B. Baumstämme und Felsen eingebaut.

Ab dem 15. August seien zwölf Bahnen bespielbar gewesen. Man habe ein „Softopening“ veranstaltet. Dabei habe man für den Spielbetrieb notwendige Verbesserungen ausloten können, z.B. die optimale Einstellung der Beleuchtung und die Personalplanung. Bei gutem Wetter seien nahezu 150 Golfspieler unterwegs gewesen. Auch der Nachtbetrieb werde gut angenommen worden. Bisher sei die Anlage gut spielbar. Reil kündigte an, dass man den Besuchern eine gute Staffelung der Preise anbieten werde. Die Beschattung der Anlage werde durch Baumpflanzungen erfolgen, die Reinigung händisch bzw. mittels Luftbläsern. Die 1,30 Meter breiten Wege seien mit Golfcarts gut befahrbar und auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Anlage sei mit Ruhebänken, Getränkeautomaten und einer wartungsfreien WC-Anlage ausgestattet. Im Eingangsbereich werde man eine Pizzaverkaufsstelle und zusätzliche Sitzflächen schaffen. CSU-Fraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger machte den Betreibern das Kompliment, dass der Adventure-Golfplatz den Besuchern schon bei der Anfahrt zum Freizeitpark ein positives Gesamtbild vermittle.

Das Interesse der CSU-Vertreter galt nicht nur dem Golfpark. Erfreut nahmen sie die sehr gute Frequentierung der Sommerrodelbahn zur Kenntnis. Reil berichtete, dass die Bergaufstrecke sehr pflegeintensiv sei. Beim SC Monte Kaolino sei man dankbar, dass man dabei vom Wanderverein unterstützt werde. Als zufriedenstellend bezeichnete er die Ertragssituation des Hochseilgartens. Man beschäftige dort vier Vollzeit- und eine Reihe von Teilzeitbeschäftigten auf 450-Euro-Basis. Dagegen könne man mit den Erträgen des Kiosks nicht zufrieden sein. Als sehr gut bezeichnete er die Zusammenarbeit der Monte GmbH mit den Campingwärtern und Freibadbeschäftigten.

Kritisch äußerte sich Reil zum Spielplatz. Nach Meinung des SC Monte Kaolino und der Monte GmbH sei dieser falsch konstruiert und liege ungünstig. Der aus dem Spielplatz rieselnde Sand sei kaum in den Griff zu bekommen. Man sei ständig am Kehren. Man sollte über einen Rückbau bzw. eine Verlegung nachdenken. So würde der Zugang zum Monte und den Sporteinrichtungen offener und einladender wirken. Außerdem entstünde ein weiterer Rettungsweg. Reil schlug vor, auf der gegenüberliegenden Seite des Spielplatzes die Terrasse des Cafés um die Ecke zu ziehen. Er plädierte zudem für eine Beleuchtung des Gehweges vom Monte bis zur Kreisstraße AS 18. Christian Reil: „Wir haben noch viele Ideen parat für die Weiterentwicklung des Freizeitparks und würden diese gerne mit Sitz und Stimme in ein Beratungsgremium einbringen.

Die CSU-Stadtratsfraktion war nach den Worten ihres Vorsitzenden Dr. Hans-Jürgen Schönberger vom ersten Moment an von der Adventure-Golfanlage begeistert. Sie sei eine absolute Bereicherung des Freizeitangebotes. Denkbar wären z.B. ein Barfußpark und ein Kneippbecken. Wenn man die Attraktivität der gesamten Freizeitanlage erhalten wolle, müsse sie ständig weiterentwickelt werden. Nach Auffassung der CSU-Fraktion bedürfe auch der Farbengarten einer Auffrischung, ebenso der Treppenzugang.