Montag, 17. Februar 2014

Frauen-Power bei der CSU


Von: Werner Schulz

Die Jahreshauptversammlung des Frauen-Union-Ortsverbandes belegte, dass bei der Hirschauer CSU Frauen-Power gelebte Realität ist. Auf der CSU-Stadtratsliste kandidieren sieben Frauen. V. l.: CSU-Bürgermeisterkandidat Hermann Falk, Fachberaterin Michaela Basler, Michaela Meier, Birgit Birner, Kerstin Ackermann, Beatrice Hergeth, FU-Vors. Bärbel Birner, Saskia Krügelstein, Brigitte Gnahn und CSU-Stadtratsfraktionsvorsitzender D. Hans-Jürgen Schönberger.

Hirschau. Frauen-Power in der Kommunalpolitik – bei der CSU Hirschauer ist sie Realität. Eindrucksvolle Belege dafür lieferte die Ortsvorsitzende der Frauen-Union Bärbel Birner bei der ausgezeichnet besuchten Jahreshauptversammlung im Schloss-Keller. Auf der CSU-Stadtratskandidatenliste stehen sieben Frauen. Weder die SPD noch die FW könnten da mithalten. Mit Kerstin Ackermann, Beatrice Hergeth, Saskia Krügelstein, Michaele Meier, Sheila Nguyen, Renee Ehringer-Hoffmann und Doris Weih habe man sieben Neumitglieder gewinnen und die Mitgliederzahl auf 71 steigern können. Nicht nur für den FU-Ortsverband und die CSU, sondern für die gesamte Stadtgemeinde schmerzlich seien der frühe Tod der Ehrenvorsitzenden Mathilde Lang und von Rosa Stoll.

Bärbel Birners Bericht wies die FU als pulsierenden Ortsverband aus. Herausragendes Ereignis sei das im November 2013 gefeierte 40-jährige Gründungsjubiläum mit MdL Petra Dettenhöfer als Festrednerin gewesen. Bei den Bezirkstagswahlen habe die stellv. FU-Ortsvorsitzende Birgit Birner in Hirschau ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Sie habe auch die Kosten für die Renovierung der Marienstatue im BRK Seniorenheim übernommen. Der Herbst-Flohmarkt sei ein Erfolg gewesen. Den Reinerlös von 500 Euro habe man der Sozialstation gespendet. Selbstverständlich habe man die CSU beim Festtagspreisschafkopf, Familienfest, Adventfeier und Dreikönigsfrühschoppen tatkräftig unterstützt. Auf 100-prozentige FU-Unterstützung könne auch CSU-Bürgermeisterkandidat Hermann Falk bauen. Die FU stehe voll und ganz hinter seinen Forderungen nach Bereitstellung von Bauland zu familienfreundlichen Preisen, weiterer Verbesserung der Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Erstellen eines neuen Kinderspielplatzkonzeptes, Realisierung eines „Hauses des Kindes“ und den weiteren Ausbau des „altersgerechten Wohnens“.

Hermann Falk fand anerkennende Worte für das politische wie soziale Engagement der FU-Mitglieder. Für Hirschaus Zukunft könne es nur gut sein, wenn FU-Frauen Verantwortung in der Kommunalpolitik übernehmen. Bürgermeister Drexler habe vieles auf den Weg gebracht. Daran wolle er anknüpfen und die Stadt weiter erfolgreich gestalten. Man müsse sich dem demografischen Wandel stellen. Junge Familien könnten nur bleiben oder sich neu ansiedeln, wenn man ihnen Bauland zu bezahlbaren Preisen anbieten. Falk erinnerte daran, dass es die CSU war, die vor über 20 Jahren Familienabschläge von bis zu 25 Prozent beim Erwerb städtischen Baulands im Stadtrat durchgesetzt habe. Sowohl der ehemalige TuS-Sportplatz als auch das Areal bei der Schule würden sich eignen. Die Kinderspielplätze müssten neu konzipiert werden, damit sie dort sind, wo jetzt und in naher Zukunft Kinder sind. Für eine attraktive Stadt sei auch das Arbeitsplatzangebot sehr wichtig. Daher werde er die Kontakte zur heimischen Wirtschaft intensivieren. Unbedingt notwendig sei die Erweiterung des Gewerbegebietes am Dienhof. Da Tourismus und Stadtmarketing bedeutende wirtschaftliche Standbeine sein werden, wolle er ein Tourismus- und Kulturreferat einrichten. Die Altstadtsanierung werde man fortsetzen. Durch die Neuanlage von Geh- und Radwegen vom Marktplatz zur Josefstraße und von der südöstlichen Altstadtecke zur B 14 werde die Innenstadt leichter erreichbar sein. Bei allen Projekten werde er gemeinsam mit der CSU auf eine solide Finanzierung achten.

Dies unterstrich auch CSU-Stadtratsfraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger. Die CSU handle bei ihren Entscheidungen immer sachbezogen zum Wohle der Stadt, fernab von Parteiideologie. „An erste Stelle steht das Wohl der Bürger und nicht das Parteiinteresse!“ In Hirschau gebe es ein vielfältiges Angebot an Waren und Dienstleistungen. Die Bürger seien aufgerufen, dieses zu nutzen. Das Städtebauentwicklungskonzept habe ergeben, dass gegenwärtig rund 7,2 Millionen Euro an Kaufkraft von Hirschau abwandern. Daher begrüße es die CSU, wenn sich an der B 14 auf dem Areal des ehemaligen Schlecker-Marktes ein Vollsortimenter und ein Drogeriemarkt ansiedeln. Was den Künstlerwettbewerb für den Marktplatzbrunnen anlange, finde bei der CSU-Fraktion keiner der sieben Entwürfe in der Gesamtansicht vollständig Gefallen. Man teile die Auffassung der Juroren, dass sich für die Entscheidung eine Bürgerbefragung nicht eigne. Kunst sei nichts für eine Abstimmungsdemokratie.

Abgerundet wurde die Jahreshauptversammlung mit einem völlig unpolitischen Vortrag von Michaela Basler, Fachberaterin für Gartenbau und Landschaftspflege beim Landratsamt Amberg-Sulzbach, zum Thema „Bauernregeln, die wirklich stimmen – Pflanzen als zuverlässige Wetterpropheten!“ (eigener Bericht folgt).