Sonntag, 16. Februar 2014

Finanzmittel für Straßenausbau in Krickelsdorf bereitgestellt


Von: Werner Schulz

Krickelsdorf. „Im Stadthaushalt 2014 stehen die Finanzmittel bereit, damit in Krickelsdorf der innerörtliche Straßenausbau einschließlich der Erneuerung der Wasser- und Kanalleitungen erfolgen kann. Allerdings müssen die Kostenberechnung nochmals diskutiert und die Berechnungsmöglichkeiten für die Kostenumlegung geprüft werden.“ Unisono erklärten dies CSU-Bürgermeisterkandidat Hermann Falk und Stadtratsfraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger beim CSU-Bürgerstammtisch im Gasthof „Zur Linde“, dem nach Meinung von Dr. Schönberger „schönsten Wirtshaus im Landkreis“. Großes Lob zollte Dr. Schönberger der gut funktionierenden Dorfgemeinschaft. Bei der Kirchenrenovierung hätten die Bewohner tatkräftig mitgeholfen, ebenso bei der Gestaltung des Kirchenjubiläums und der alljährlichen Kirwa.

Der Gasthof „Zur Linde“ war bis auf den allerletzten Platz besetzt, als der Ortsvorsitzende Dieter Birner einleitend betonte, dass die CSU zu den Stadtratswahlen eine ausgewogene Kandidatenliste mit erfahrenen Kommunalpolitikern und jungen Frauen und Männern anbiete. Mit Hermann Falk habe die CSU einen Bürgermeisterkandidaten, der sich durch hohe Sachkompetenz genauso auszeichne wie durch sein soziales Engagement und sein menschliches Wesen. Dies unterstrich auch Fraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger. Mit Hermann Falk als Bürgermeister wolle die CSU „Hirschau weiter erfolgreich gestalten“. In den letzten Jahren sei dies zweifellos gelungen. Die Stadt habe seit vier Jahren keine neuen Kredite aufgenommen. Man habe alle Kreditverpflichtungen außerhalb des Haushalts in Höhe von knapp vier Millionen abgebaut. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege erstmals nach Jahren unter 1 000 Euro. In Krickelsdorf sei die Wasserversorgung durch die Anbindung an die Mimbacher Gruppe sichergestellt. 2013 sei für die Abwasserbeseitigung die Pumpleitung nach Hirschau fertiggestellt worden. Dieses Jahr soll der Straßenausbau innerorts erfolgen. Die umfangreiche Planung, in die die Vorstellungen der Krickelsdorfer eingearbeitet worden sind, habe der Architekt bei einer Info-Veranstaltung dargelegt. Die Kostenberechnungen seien gegenüber den Vorberechnungen um einiges zu hoch ausgefallen. Deshalb müsse man die Maßnahme noch einmal mit der Bevölkerung diskutieren und nachdenken, wo Abstriche gemacht werden können, ohne dass Qualität verloren geht. Wie Bürgermeisterkandidat Hermann Falk sprach sich Dr. Schönberger dafür aus, Berechnungsmöglichkeiten für die Kostenumlegung zu erarbeiten. Der Architekt müsse dies noch vor den Ausschreibungen erledigen. Man könne die Anlieger nicht mit einem dreifach höheren Kostenfaktor belasten. Für Krickelsdorf stünden mit dem Hochwasserschutz und der Straßenanbindung an die B 299 in den nächsten Jahren weitere Projekte an, deren Planung weiter geführt werden müsse.

Auch Bürgermeisterkandidat Hermann Falk plädierte dafür, die Straßenanbindung Krickelsdorfs an die B 299 in Höhe von Ölhof baldmöglichst zu realisieren. Falk machte darauf aufmerksam, dass im Zuge eines AOVE-Projektes der Ausbau des Hauptwirtschaftswegenetzes, das dem heutigen Stand der landwirtschaftlichen Technik gerecht wird, gemeindeübergreifend angegangen werde kann. Das Amt für ländliche Entwicklung fördere solche Vorhaben mit 75 bis 80 Prozent der Baukosten. Nicht gefördert werde der Grunderwerb. Im Bereich Krickelsdorf käme dafür der „Grenzweg an der langen Zeile“ in Frage, wie es Ortssprecher Richard Wiesneth vorgeschlagen habe. Dieses Wegenetz könne auch als Radweg genutzt werden und würde eine gute Verbindung nach Gebenbach darstellen. Die Baumaßnahmen könnten theoretisch im Jahr 2015 beginnen. Allerdings müssten sich die neun in der AOVE zusammengeschlossenen Kommunen einigen, welche Projekte vorrangig seien, da nicht alle gleichzeitig begonnen werden könnten. Im äußersten Fall könnte man erst in fünf bis sechs Jahren in den Genuss der Realisierung kommen.