Montag, 06. Januar 2014

CSU will Hirschau weiter erfolgreich gestalten


Von: Werner Schulz

Hirschau. Bis auf den letzten Platz besetzt war der Bürgersaal des Josefshauses, als der CSU-Vorsitzende Dieter Birner den „29. Dreikönigsfrühschoppen“ eröffnete. Insbesondere viele Vertreter der örtlichen Vereine waren der Einladung gefolgt. Ihnen machte Birner das Kompliment, weit mehr zu tun als ihre Pflicht. Sie sorgten für ein kulturelles, musisches, soziales und sportliches Hirschau. Als Dankeschön wurden die Vereinsvertreter, aber auch alle anderen Besucher, zu einer Weißwurstbrotzeit eingeladen.

Bürgermeister Hans Drexler zog eine positive Bilanz über die finanzielle Entwicklung der Stadt. Sie sei geprägt von der Konsolidierung des Haushalts. Vier Jahre habe man keine Kredite mehr aufgenommen, sogar die Schulden um rund vier Millionen Euro abgebaut. Erstmals seit langer Zeit liege die Pro-Kopf-Verschuldung wieder unter 1 000 Euro. Auch Stadtratsfraktions-Chef Dr. Hans-Jürgen Schönberger sah die Stadt auf einem guten Weg. Gemeinsam mit Bürgermeister Drexler habe die CSU-Fraktion angepackt, um Hirschau fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen. Auch künftig müssten alle Projekte unter der Maßgabe des finanziell Machbaren angegangen werden. Die CSU habe in all den Jahren Bürgernähe praktiziert mit regelmäßigen Bürgergesprächen, diversen Ortsterminen und bei ihren Fraktionstouren. Neben der Bürgernähe zeichne sich die CSU mit ihren Arbeitsgemeinschaften durch soziales Engagement aus. Mit den Erlösen des Preisschafkopfs, der Krippenausstellung, des Fischessens und des FU-Flohmarkts habe man das Seniorenheim, die Caritas-Sozialstation, den Förderkreis Altenhilfe, die Kindergärten und „Africa Luz“ bedacht. Die CSU-Frauen und Männer, die für den Stadtrat kandidieren, zeichneten sich durch großes ehrenamtliches Engagement aus. Sie wollen und werden gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten Hermann Falk „Hirschau weiter erfolgreich gestalten.“

Unter dieses Motto stellte Hermann Falk seine Rede. Was in den letzten zwölf Jahren in Hirschau geleistet wurde, sei sehr lobenswert. Dass die Stadt gut dastehe, sei das Verdienst der Menschen, die hier arbeiten bzw. anderen Arbeit geben genauso wie der vielen ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, insbesondere auch von Bürgermeister Drexler und der CSU. Wenn man die Herausforderungen der Zukunft meistern wolle, müssten alle mittun. Im Wort „Macht“ stecke das Wort „machen“. Genau das wolle die CSU: Etwas machen, anpacken, Verantwortung übernehmen und gestalten. Der demografische Wandel werde Hirschau in allen Lebensbereichen verändern. Ihm schwebe vor, einen Jugend- und Seniorenbeirat zu installieren. In ihm sollen Vertreter der Jugend- und Senioren- und Sozialverbände sowie Stadtratsmitglieder zukunftsweisende Anregungen und Lösungen erarbeiten. Für junge Familien müssten Baugebiete geschaffen werden. Das Gelände am Moosweiher stehe zur Verfügung. Weiter sei ein Areal bei der Schule ins Auge zu fassen. Auch in den Ortsteilen seien Lösungen für Baugebiete zu erarbeiten. Neu konzipiert werden müssten die Standorte von Kinderspielplätzen. Zu einem familienfreundlichen Hirschau gehöre das Angebot an Kitas und an Kinderkrippen genauso wie die Ganztagsbetreuung in der Schule. Hirschau sei in dieser Hinsicht sehr gut aufgestellt. Dennoch seien Verbesserungen möglich. Man könnte zwei Gebäude des Schulkomplexes als „Haus des Kindes“ einrichten und so flexiblere Arbeits- und längere Öffnungszeiten angeboten werden. Am Ball bleiben müsse man auch, damit die geschaffenen Senioreneinrichtungen gefördert werden und erhalten bleiben. Ihm schwebe die Schaffung eines altersgerechten Mehrparteienhauses auf Eigentumswohnungsbasis in Stadtnähe vor. Die Stadt könnte dabei private Investoren unbürokratisch unterstützen und mithelfen, Fördertöpfe anzuzapfen. Die Altstadt werde nach Abschluss der Sanierung ein „Wohnzimmer für alle, für Einheimische wie für Gäste“ sein. Damit die Innenstadt leicht zu Fuß bzw. per Rad erreichbar sei, wolle man einen Übergang von der Josefstraße zum Stadtkern schaffen, den Weg mit Hinweisen auf die „Hirschauer Stückl“ gestalten. Ein Geh- und Radweg werde auch von der Raiffeisenbank zum ehemaligen Schlecker-Markt geschaffen, wo sich ein neuer Einkaufs- und Drogeriemarkt ansiedeln werde. Am Schlossensemble beginnend entlang des Marktes und der Stadtmauer könnte man einen Grüngürtel anlegen. Er könne sich vorstellen, dies im Rahmen einer kleinen Gartenschau zu schaffen. Im Bereich der Post könnte ein Infopoint für Touristen entstehen. Der Tourismus werde künftig ein bedeutendes Standbein für die Stadt sein. Mit dem Freizeitpark Monte Kaolino sei ein nationales wie internationales ein Aushängeschild für die gesamte Region geschaffen worden. Um das Zusammenwirken von Freizeitpark und heimischer Gastronomie zu optimieren, schwebe ihm das Installieren eines Tourismus- und Kulturreferenten vor. Nicht vernachlässigen dürfe man die Bereiche der Daseinsvorsorge. Dazu gehörten neben Wasser, Kanal und Strom ein gut funktionierendes Internet und der komplizierte Ausbau des Breitbandes. Die Thematik der regenerativen Energien müsse in Zusammenarbeit mit der AOVE weitergeführt werden. In nächster Zeit müsse die Abwasserbeseitigung für Krickelsdorf sowie Ober- und Untersteinbach erledigt werden. Nicht zu vergessen sein der Hochwasserschutz in Krickelsdorf und Steiningloh sowie im Stadtkern im Bereich von der Walkstraße bis zum Schloss-Hotel mit dem Schießhütten- und dem Eschenbach. Mit Unterstützung der AOVE wolle man den Ausbau eines gemeindeübergreifenden Hauptwirtschaftswegenetzes angehen, das dem heutigen Stadt der landwirtschaftlichen Technik gerecht wird. Derartige Projekte würden vom Amt für Ländliche Entwicklung mit hohen Sätzen gefördert. In den Ortsteilen könnten bestimmte Projekte im Rahmen sog. einfacher Dorferneuerungen realisiert werden. Um den Kontakt zur heimischen Wirtschaft zu intensivieren, sprach sich Falk dafür aus, im Zusammenwirken mit dem Gewerbeverband Unternehmerstammtische einzurichten. Die Betriebe seien Garant dafür, dass es in Hirschau Arbeit- und Ausbildungsplätze gibt. Sie sorgten auch für die solide Finanzkraft der Stadt. Eine Erweiterung des Gewerbegebietes am Dienhof sei unbedingt notwendig. Falk betonte, dass die von ihm genannten Aufgaben und Ziele nicht auf einmal, sondern Stück für Stück verwirklicht werden sollten. Voraussetzung sei stets, dass dafür die Finanzmittel vorhanden seien. Es sollen keine neuen Schulden aufgebaut, sondern vorhandene abgebaut werden. Daher sei es eine erste Aufgabe, eine Prioritätenliste zu erstellen. Die CSU-Kandidatenmannschaft, die Falk abschließend vorstellte, sei bereit und in der Lage, Hirschaus Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahrzehnte fortzuschreiben.